Einleitung

Wie erklärt man das unwahrscheinlichste und gleichzeitig naheliegendste im Bereich der Lösung globaler Sorgen und Fragen unserer Zeit?

Ich versuche es mit einer kurzen Geschichte über mich selbst und darin liegt auch schon der Kern und der Schlüssel zur Lösung.

Mein Name ist Heiko Harlapp. Ich bin in Hamburg, Deutschland Mitte der 1970ziger als Sohn in einer Arbeiterfamilie geboren worden. Ich ging in Hamburg zur Schule und erlebte meine Kindheit und Jugend im Schatten der bevorstehenden Vernichtung der Welt. Zum einen drohte der Kalte Krieg, mit seinem Atomwaffenarsenal die Erde täglich mehrfach zu zerstören. Zum anderen existierten die Umweltverschmutzung, saurer Regen, Waldsterben, umgekippte Flüsse und Seen, Wüstenbildung, Regenwaldabholzung, Artensterben, das Ozonloch und Industrierisiken wie Tschernobyl und ewig strahlender Atommüll. Zusätzlich lernte ich, dass die Rohstoffe dieser Erde zur Neige gingen, sodass Verteilungskämpfe drohten.

In dieser Zeit las ich das Tagebuch der Anne Frank, Sartre und lernte die Verantwortung im Existenzialismus kennen. Ich entdeckte Ghandi und Mandela. Ich erfuhr von der Not Afrikas, Asiens und Südamerikas.

Ich erlebte den Zusammenbruch des Ostblocks und sah im Fernsehen ein Mädchen vor der UN sprechen, die die Erwachsenen aufforderte nicht weiter unsere Zukunft zu zerstören. Ich fand, dass sie Recht hatte.

Später gründete ich eine Rockband, um die Welt zu retten. Ich studierte Jura, um die Welt zu retten. Ich ging in die Politik, um die Welt zu retten. Es half nichts. Ich fing mit Yoga an und rettete mich.

20 Jahre später, mittlerweile habe ich eine Firma mit 15 Angestellten, bin verheiratet und habe eine zwei Jahre alte Tochter. Da begegnet mir im Internet das Video von dem Mädchen wieder, das vor der UN-Umweltkonferenz in Rio sprach: